Was kostet dein 3D-Druckprojekt? Eine einfache Planung

Ein Druckerangebot beantwortet noch nicht, was deine Projekte kosten werden. Für eine brauchbare Planung trennst du einmalige Anschaffungen, Verbrauch pro Projekt und deine eigene Arbeitszeit. Nutze dafür eigene Angaben und kennzeichne fehlende Werte als Annahmen.
Trenne Anschaffung und Verbrauch
Zur Anschaffung gehören der Drucker und das Zubehör, das du für den geplanten Einstieg benötigst. Material, Versand und gegebenenfalls Ersatzteile erfasst du separat. Du musst nicht jede verfügbare Erweiterung schon zum Start kaufen.
Für eine erste Materialrechnung kannst du die geschätzte Filamentmenge deiner vorbereiteten Druckdatei verwenden. Beispiel mit frei gewählten Annahmen: 100 g Filament bei einem Einkaufspreis von 20 € pro kg ergeben 2 € Material. Das ist nur dieser Rechenschritt, kein vollständiger Preis des fertigen Teils.
Ergänze unbekannte Kosten sichtbar
Stromkosten lassen sich mit gemessener Energie und deinem Strompreis berechnen. Ohne Messung bleibt der Wert eine Schätzung. Die maximale Leistungsangabe des Geräts ist nicht automatisch sein Verbrauch während des gesamten Drucks.
Berücksichtige auch Fehlversuche, Stützmaterial und Verschleiß, soweit du dafür eigene Daten hast. Ein Materialprofil oder eine neue Konstruktion kann mehrere Anläufe benötigen. Führe diese Kosten nach den ersten Projekten nach.
Arbeitszeit separat notieren
Dateisuche, Konstruktion, Druckvorbereitung und Nacharbeit beanspruchen Zeit. Ob du dafür einen Geldbetrag ansetzt, hängt vom Zweck deiner Rechnung ab. Für Hobbyprojekte kannst du Stunden separat aufschreiben; für einen geplanten Verkauf brauchst du eine umfassendere Kalkulation.
Mit einer nachvollziehbaren Tabelle erkennst du, welche Annahmen deinen Preis bestimmen. Diese Anleitung nennt bewusst keinen angeblich typischen Gewinn und keine garantierten Druckkosten.
